Nature-Lover: Look-Ideen für den „Natürlich Wohnen“ Style

Bei „zurück zur Natur“ und „Natürlich Wohnen“ fallen einem spontan Vanlife oder Ferien auf dem Öko-Bauernhof ein. Tatsächlich ist es ein wunderschöner Einrichtungs-Trend, der dafür sorgt, dass wir uns Zuhause besonders wohlfühlen. Gerade jetzt, wo wir so viel Zeit daheim verbringen, wollen wir näher an der Natur sein, legen Wert auf ein gesundheitsförderndes Umfeld und wollen uns dort auch entspannen können – das zeigen uns auch verschiedene Statistiken und Auswertungen des letzten Jahres. Quelle: www.zeit.de
Damit der beruhigende, harmonische Look gelingt gibt’s hier Tipps und Anregungen für Euch.

Wie funktioniert der „Natur Look“ genau?

Wie der Name schon sagt lehnt sich der Trend stark an der Natur an. An den Farben und Materialien, die wir dort finden. Klingt eher derb & rustikal? Dass es auch dezent & fein geht zeigen uns die Skandinavier, die Ursprünglichkeit und Moderne sehr edel mit ihrem Scandi-Style miteinander verbinden.

Hochwertige, schonend verarbeitete Natur-Materialien

Das sind bei Möbeln vor allem Massivholztische mit kräftigen Tischplatten und gerne auch ursprünglicher Maserung, gemütliche, robuste Ledersofas oder Sessel und Stühle aus Rattangeflecht. Gerade Massivholz sorgt zusätzlich zur einzigartigen Optik für ein gutes Raumklima. Zu den Themen „Massivholzmöbel“ und „Ledermöbel“ schaut auch gerne auf unsere Blogbeiträge „Leder: Alles, was man wissen muss“ und „Natürlich Wohnen mit Massivholz“.

Bei Teppichen, Bezügen und Textilien sehen wir häufig traditionellen Filz, weiche, unbehandelte Wolle, Felle und grobes Leinen. Im Deko- und Wohnaccessoires Bereich sind es zusätzlich noch Stein, Keramik, Flechtarbeiten aus Bast und Stroh, aber auch Sisal, Federn, Muscheln und Kork.

Wichtigste Accessoires?

Das sind vor allem Kissen. Überall! Auf Sesseln, Stühlen, Bänken, dem Bett, dem Sofa oder als Sitzkissen auf dem Boden. Dazu gehören dann auch Decken und Plaids. Und wichtig sind – logisch – Pflanzen! Auch getrocknet als Gräser wie Pampasgras oder Bärenklau. Sie werden dann einfach in schlichten Tonvasen dekoriert. Orchideen oder exotische Züchtungen passen weniger dazu. Eher alles was schlicht und unaufdringlich ist.

Ein weiteres Muss sind Körbe in allen Größen und Formen für alles, was man so hat: Spiele, Mützen, Bücher oder für die vielen Kissen und Pflanzen.

Es muss nicht alles ein Öko-Siegel tragen.

Aber gerade bei der Verarbeitung solltet Ihr auf Qualität achten. Billige Kleber oder Farbstoffe machen Euch den Look optisch zwar nicht zunichte. Sind aber alles andere als gesund. Außerdem gilt: Lieber wenige sehr hochwertige Stücke, möglichst naturbelassen – und gerne auch nicht ganz perfekt. 

Auf die Farben kommt es an

Für ein entspanntes und beruhigendes Gefühl verwendet Akzente aus warmen Sandtönen, Erdfarben und zarten Grüntönen wie „Salbei“. Verzichtet auf Neonfarben, Glitzer und harte schwarz-weiß Kontraste, denn diese wirken alles andere als natürlich. Wandfarben, Wohnaccessoires und Textilien dürfen gerne Ton in Ton gehen. Für die nötige Abwechslung sorgen verschiedene Oberflächen, wie grobes Leinen bei Kissen und interessant strukturierte Tapeten aus Bast, Gras oder anderen pflanzlichen Rohstoffen. Vor dieser unaufdringlichen Kulisse kommen Eure Massivholzmöbel oder die Ledergarnitur noch besser zur Geltung!

Was? Keine Muster?

Doch! Sie sollten nur möglichst ihren Ursprung in der Natur finden. Blätter-Dekor, unregelmäßige Streifen und Tupfen, Tropfenformen, dezente Ethno-Motive- das passt alles gut dazu. Verzichtet lieber auf strenge grafische Muster- und süße Comic Figuren.

Hell oder dunkel?

Die Natur kann strahlend hell sein oder aber auch gemütlich dunkel. Ein grundsätzliches Farbkonzept macht es leichter später die richtigen Wandfarben, Tapeten, Möbel, Teppiche und Leuchten auszusuchen und zu kombinieren.

Steppe oder Höhle – Der Raum ist wichtig

Genau – in Eurem Wohnzimmer treffen sich mehr Menschen gleichzeitig als im Bad, im Bett verbringt Ihr am meisten Zeit – aber im Dunkeln und liegend.
Vielleicht wohnt Ihr alleine – vielleicht seid Ihr eine große Familie.

Mit einem großzügigen Massivholztisch, einem rustikalen Ledersofa und ein paar Wollteppichen ist zwar alles natürlich. Aber auch sehr voll- und schnell unentspannt.

Gerade in den Räumen, in denen man sich viel bewegt ist es angenehmer, wenn man dort auch genügend freie Flächen für Bewegung hat und „Luft zum Atmen“. Also lieber „Steppe“. Im Schlafzimmer passt ein geborgenes Höhlengefühl dagegen ganz gut.

Für jeden Einrichtungsstil gilt macht Euch am besten vorher Gedanken.

Diese kleine Checkliste kann helfen:

  • Wer nutzt den Raum?
  • Was macht Ihr dort?
  • Welche Wege sind dort wichtig und müssen frei bleiben?
  • Wo sind Fenster und Wände? Wo kommt das Licht her?
  • Welches Möbel braucht wie viel Platz, um zu wirken?
  • Was passt schon zum gewünschten neuen Einrichtungsstil?
  • Was kann man umgestalten oder in einen anderen Raum stellen?
  • Und: Was soll das Highlight im Raum sein?