Ratgeber und Kaufberatung zu Betten und Schlafen

Ihr Betten-Ratgeber: Schlafen wie auf Wolke 7

Es ist Samstag morgen und die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings scheinen in das Schlafzimmer. Gemütlich dreht man sich nochmal auf die Seite, bevor in aller Ruhe den neuen Tag gestartet wird. Jeder kennt das mit Sicherheit:  Ausreichender und erholsamer Schlaf ist das Geheimrezept für einen Tag mit viel Energie und guter Laune. Außerdem wirkt sich guter Schlaf positiv auf unsere Lernleistung aus und trägt zu unserer allgemeinen Gesundheit bei. Wussten Sie zum Beispiel, dass Menschen, die gut geschlafen haben, neue Informationen dreimal besser aufnehmen können, als wenn sie schlecht geschlafen haben?

Wir möchten Ihnen das Thema Betten näher bringen, ein paar Tipps zum Bettenkauf geben und Ihnen die verschiedenen Bettentypen vorstellen, aus denen Sie dann Ihren Favoriten auswählen können. Doch zuerst die Frage: Woher kommt das Bett eigentlich? Gab es das allseits bekannte Bettgestell schon immer?

Die Geschichte des Bettes: Von einfacher Liegemulde bis hin zum königlichem Boxspringbett

Das herkömmliche Bett sah nicht immer so aus, wie wir es heute kennen, sondern trägt eine lange Geschichte mit sich. Bereits in der Bronzezeit polsterten die Menschen Ihre Liegemulden mit weichen Materialien. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung Bett, das so viel bedeutet wie “eingewühlte Lagerstätte”.

In der Antike schliefen die wohlhabenden Menschen zunehmend auf (zu der Zeit) sehr komfortablen Betten. Die Griechen und Römer unterschieden zu dieser Zeit bereits zwischen verschiedenen Betttypen, wie das Ehebett, das Krankenbett oder das Totenbett. Es war üblich das Bett gleichzeitig auch als Speisetisch zu verwenden. Auch die Ägypter kannten Bettgestelle, die aus Holz oder Metall gefertigt und zusätzlich verziert wurden. Feine Gitter wurden geflochten, die heute als Vorläufer unserer Lattenroste gelten.

Auch in Europa nahm die Entwicklung des Bettes seinen Lauf. So wurden im Mittelalter bereits Strohsäcke verwendet, die als Matratzen dienten. Im 18. Jahrhundert wurden Matratzen entwickelt, die unseren heutigen Matratzen sehr ähnlich sehen und mit der einhergehenden Industrialisierung wurden die Betten immer komfortabler und lassen sich heute individuell auf die verschiedenen Personen zuschneidern. Auch damals erkannten die Menschen schon, dass ein gemütliches Liegen wesentlich zum Schlafverhalten beiträgt. Deshalb ist es wichtig, dass auch Ihr Bett perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Massivholzbett

Die richtigen Maße für Ihr Bett

Damit Sie Ihr himmlisches Bett finden, sollten Sie sich zunächst Gedanken über die Maße machen. Überlegen Sie sich wo Ihr Bett im Raum untergebracht werden soll und messen Sie den Stellplatz aus. Achten Sie dabei besonders auf die Länge des Bettes. Damit Ihre Füße während des Liegens nicht aus dem Bett fallen, sollten Sie eine grundsätzliche Regel beachten: Wählen Sie die Länge des Bettes mithilfe Ihrer Körpergröße + 20 cm aus. So können Sie sich sicher sein, dass Sie während des Liegens ausreichend Platz nach oben und unten haben. Die Höhe des Bettes können Sie individuell aussuchen. Eine Betthöhe von 55 cm gilt in der Regel als besonders knie- und rückenschonend.

Auch die Breite des Bettes können Sie ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben auswählen. Heutzutage können Sie aus vielen verschiedenen Größen wählen. Vom schmalen Einzelbett, bis hin zum großzügigen Kingsize-Bett mit seinen Maßen von 2m x 2m. Wussten Sie, dass frisch gebackene Eltern ungefähr sechs Monate an Schlaf in den ersten beiden Lebensjahren eines Kindes verlieren? Da eignet sich das Kingsize-Bett ideal, damit Sie vor dem Kinderbett keine Nachtwache schieben müssen, sondern zusammen mit Partner und Kind im großzügigen Bett schlafen können.

Die Betttypen: Vom Polsterbett bis hin zum Boxspringbett

Wenn Sie erst einmal die richtigen Maße für Ihr Bett gefunden haben, können Sie sich jetzt Gedanken um die Art des Bettes machen. Nicht nur die Optik des Bettes sollte Ihnen gefallen, sondern besonders auch der Komfort. Im Schnitt schläft der deutsche Bürger rund 7 Stunden pro Tag. Damit wir diese 7 Stunden Schlaf bekommen, sollte die Wahl des Bettes gut durchdacht sein. Grundsätzlich können wir zwischen 5 Betttypen unterscheiden: dem herkömmlichen Bettgestell mit Lattenrost, dem Boxspringbett, dem Wasserbett, dem Futonbett und dem Hochbett.

Das herkömmliche Bettgestell mit Lattenrost – das Polsterbett

Diese traditionellen Betten lassen sich in den meisten Schlafzimmern wiederfinden. Sie bestehen aus einem massiven Rahmen, der entweder aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt wird. In das Bettgestell wird ein Lattenrost integriert auf dem dann die Matratze Ihren Platz findet. Mithilfe von ausgeklügelten Lattenrosten und Matratzen können Sie Ihr Bett ganz individuell auf Ihren Körper und Ihr Schlafverhalten anpassen. Außerdem gibt es verschiedene Verstellfunktionen, mit denen Sie das Schlafen zum echten Luxus machen können.

Polsterbett Westport in grau von Natura

Aufgepasst: Wussten Sie, dass der Mensch während des Schlafens durchschnittlich in seinem gesamten Leben 10 Spinnen und 70 Insekten verschluckt? Wer im Sommer Angst vor solchen kleinen Krabbeltieren hat, sollte sich für ein Himmelbett entscheiden. Das wehrt Insekten und Spinnen ab und ist zudem besonders bei Dunkelheit gemütlich. Das Himmelbett ist ähnlich aufgebaut wie ein herkömmliches Polsterbett. Auch hier ist ein traditioneller Rahmen, ein Lattenrost und eine Matratze vorhanden. Der einzige Unterschied zu dem Polsterbett ist, dass an jeder Seite ein Pfosten angebracht ist, der das Tuch oder den Stoff trägt.

Das komfortable Boxspringbett

In Amerika gibt es das Boxspringbett schon seit längerer Zeit. Doch in den letzten Jahren ist dieser Betttyp immer mehr nach Europa “übergeschwappt” und schmückt mittlerweile jedes Möbelhaus. Und das hat einen guten Grund, denn Boxspringbetten lassen sich sehr individuell an den Schlafenden anpassen und sind zudem rückenfreundlich, hygienisch und bringen eine gute Luftzirkulation mit einher. Das Boxspringbett ist aus 3 Bestandteilen zusammengesetzt:

  • Dem Holzrahmen mit Unterfederung oder auch Untermatratze bzw. Box genannt,
  • der dickeren Matratze (bis zu 30 cm dick) oder auch Obermatratze genannt, und
  • der dünnen Matratze bzw. Topper.

Diese verschiedenen Materialien sorgen für eine punktelastische Druckverteilung was dafür sorgt, dass der Liegende wie auf einer Wolke schwebt. Die bequeme Einstiegshöhe ist außerdem hervorragend für ältere Menschen geeignet, da sie nicht tief in das Bett reinfallen können. Den Topper können Sie ganz einfach abnehmen und waschen. Auch die optimale Luftzirkulation sorgt für ein sehr hygienisches Bett, da sich Feuchtigkeit und Schimmel nicht ansammeln können. Das ist sehr wichtig, denn der Mensch verliert ca. einen halben Liter Wasser während des Schlafens!

Global Boxspringbett Valenzia

Das Boxspringbett Global Valencia können Sie ganz individuell designen: Sie können aus 6 Boxen, 5 Matratzen in verschiedenen Härtegraden, 14 Toppen und 6 verschiedenen Kopfteilen auswählen. Außerdem können Sie sich entscheiden, ob Sie eine motorische Verstellung dazu wählen möchten, die entweder Kopf-, Nacken- oder Fußteil verändert.

Das bewegliche Wasserbett

Das Wasserbett gehört zu den Betttypen, die am seltensten in Schlafzimmern zu finden sind. Der Grund dafür mag sein, dass diese Betten durch ihren komplexen Aufbau höhere Anschaffungskosten als andere Betttypen haben. Das Wasserbett verfügt über einen Flüssigkeitskern, der -wie der Name schon verspricht- aus Wasser besteht. Unterschieden wird zwischen den folgenden zwei Wasserbetttypen:

  • Wasserbetten ohne Rahmen
  • Wasserbetten mit Rahmen

Bei Wasserbetten mit Rahmen können Sie sich zwischen einem sogenannten Softside oder Hardside Wasserbett entscheiden. Das Softside Wasserbett wird am häufigsten gewählt. Bei diesem Gestell wird nicht ein klassischer Bettrahmen, sondern eine Umrandung aus Schaumstoff gewählt. Das Hardside Wasserbett hingegen wurde früher häufiger ausgewählt und wird mit einem Rahmen aus Aluminium oder Holz umschlossen. Das Wasserbett wird auf ungefähr 27°C – 29°C beheizt. Diese Temperatur eignet sich sowohl im Sommer, als auch im Winter. Dennoch können Sie nach Bedarf die Temperatur im Winter auch höher stellen. Das Wasserbett sorgt für einen tieferen, erholsameren Schlaf und kann eine Schmerzlinderung hervorrufen, wenn Sie Probleme mit dem Rücken oder den Muskeln haben.

Da Wasserbetten relativ hohe Anschaffungskosten haben, lassen sich diese Betten selten in Schlafzimmern wiederfinden. Sie können jedoch mit einem guten Boxspringbett, das individuell auf Ihren Körper und Ihr Schlafverhalten angepasst ist, einen gleichen Effekt wie beim Wasserbett erzielen. Mit gut abgestimmten Matratzen trägt das Boxspringbett zu einem hohen Schlafkomfort bei und lindert Rückenschmerzen.

Das Futonbett: Japanische Kultur nach Europa gebracht

Die Idee des Futonbett entstammt japanischer Herkunft. Anders als das japanische Futonbett ist die europäische Variante durchaus komfortabler. Die Japaner nutzen lediglich eine einfache Futonmatte, die auf den mit Tatami-Matten ausgelegten Fußboden ausgerollt werden. Das europäische Futonbett hingegen ist mit einer maximalen Betthöhe von 30 cm zwar immer noch sehr bodennah, allerdings besteht dieses aus einem richtigen Bettgestell, einfachen und starren Latten, und der typischen Futonmatte. Diese Bettvariante ist durch die niedrige Höhe besonders für jüngere Leute geeignet und wirkt besonders modern und minimalistisch.

Das Hochbett: Nicht nur für Kinder geeignet

Sie haben ein relativ kleines Haus bzw. ein kleines Schlafzimmer und ausreichend hohe Decken? Wie wäre es dann mit einem Hochbett. Dieser Betttyp ist besonders platzsparend, da unter dem Bett entweder Bücherregale oder Kisten verstaut werden können. Natürlich können Sie sich dort auch ein Home Office oder eine gemütliche Relaxzone einrichten. Aber auch für Kinderzimmer werden Hochbetten gerne genommen und mit einer Rutsche direkt aus dem Bett kombiniert, um den Kleinen einen riesen Spaß zu ermöglichen.

Entscheiden Sie selber welcher Betttyp am besten zu Ihnen und Ihrem Partner passt. Gerne können Sie uns in der Kemner Home Company besuchen und die verschiedenen Betten ausprobieren oder einen Blick vorab in unseren Onlineshop werfen und verschiedene Betten entdecken.

Die optimale Matratze und der perfekte Lattenrost

Bei dem Polsterbett, dem Himmelbett, dem Kingsize-Bett und dem Hochbett können Sie sich für verschiedene Matratzenarten entscheiden. Entscheiden Sie sich je nach Liegekomfort und Schlafverhalten für eine Federkern-, Kaltschaum- oder Viscomatratze. Gerne können Sie sich in unserem Ratgeber Matratzen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Matratzenarten informieren.

Aber nicht nur die Matratzen sind ausschlaggebend, wenn es um Liegekomfort geht. Auch der Lattenrost trägt wesentlich zu einem guten Schlaf bei. Wie auch bei den Matratzen, gibt es unterschiedliche Varianten bei den Lattenrosten. Sie können sich zwischen einem Standardlattenrost, einem Rollrost, einem flexiblen Lattenrost oder einem Lattenrost mit Tellerfedern entscheiden. Gerne können Sie unsere fachkundigen Einrichtungsberater kontaktieren, die Ihnen bei der Wahl des Betttypen, des Lattenrost und der Matratze helfen.

Materialien Ihres Traumbett

Heutzutage lassen sich die Betten ganz individuell auf Ihre Wünsche anpassen. Daher können Sie sich nicht nur entscheiden, welchen Bettypen Sie gerne hätten und welche Matratze bzw. welcher Lattenrost eingebaut werden soll, sondern Sie haben auch die Möglichkeit das Material auszusuchen. Bei vielen Betttypen können Sie sich entweder für ein massives Holz oder einen hochwertigen Stoff- oder Lederbezug entscheiden.

Überlegen Sie sich auch in welche Farbe Ihr Bett gestalten werden soll. Mögen Sie eher natürliche Töne? Dann wäre ein Bett aus Eiche eine gute Wahl, da bei diesem Material natürliche Strukturen wie Astlöcher gut zu erkennen sind. Wenn Sie sich für ein Bett entscheiden, welches mit Stoff überzogen ist, haben Sie eine große Auswahl an vielen verscheidenen Farben. Von hellen Beigetönen, bis hin zu knalligeren Farben wie rot oder blau.

Noch mehr Gemütlichkeit: Zusatzfunktionen

  • Bettkästen
  • Leseleuchten
  • Fußbodenbeleuchtungen
  • Verstellfunktionen

Wenn Sie Ihr Bett erweitern möchten, stehen Ihnen außerdem sämtliche Zusatzfunktionen zur Auswahl. Bettkästen können zum Beispiel für eine sehr aufgeräumte Optik, da sie Kleinkram oder Bettlaken gekonnt verstecken. Anmontierte Leseleuchten können Ihnen dann zugute kommen, wenn Sie spät abends noch einen Roman lesen möchten und ihren Partner nicht stören wollen. Besonders praktisch ist auch eine automatische Fußbodenbeleuchtung, die am Bettkasten angebracht ist. Wenn Sie mitten in der Nacht aufwachen und zum stillen Örtchen gehen müssen, laufen Sie keine Gefahr sich an Bettkanten oder anderen Gegenständen zu stoßen. Die wahrscheinlich am häufigsten gewählten Zusatzfunktionen sind Verstellfunktionen im Kopf- und Fußbereich.